PRO ASYL Presseerklärung | Press Release
27.1.1993
Karl Lamers und die Rüstungsharmonisierung
Rüstungsexporte sind Fluchtursache
PRO ASYL unterstützt die Initiativen aus der Frieden- und Solidaritätsbewegung sowie aus den Gewerkschaften, die heute in Bonn an die Öffentlichkeit gehen, um gegen die Erleichterung von Rüstungsexporten zu protestieren.
Rüstungsexporte in Krisengebiete und Flucht von dort stehen in einem inneren Zusammenhang. Wer Fluchtursachen ernsthaft bekämpfen will, darf Kriegstreibern keine Waffen liefern.
Durch einen ungezügelten und unkontrollierten Waffenexport trägt die Bundesrepublik Mitverantwortung für die weltweiten Fluchtbewegungen.
„Es ist ein Ausdruck politischer Perversion, Waffenexporte zu erleichtern und gleichzeitig
den Einsatz der Bundeswehr gegen Flüchtlinge innerhalb Deutschlands und an seinen Grenzen
vorzusehen,“ so Herbert Leuninger, PRO ASYL-Sprecher.