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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV DIVERSES 2000 :::

Bosnienreise

Limburger Besuch im Bergdorf Vukanovici

30. Juni 2000

Besuch im Bergdorf Vukanovici

Am 30.6. 2000 fährt eine Limburger Gruppe von Sarajevo in das Bergdorf Vukanovici. Es liegt etwa 1200 m hoch und wurde bereits vor 900 Jahren erwähnt. Die Gruppe erreicht den Ort mit einem Rover über holprige Straßen entlang steiler Abhänge. Am Ziel bewundert Ernst Leuninger die herrliche Berglandschaft.

Die Gruppe wird vor der Kirche, die im Unterschied zu vielen anderen Kirchen unzerstört geblieben ist, von Pfr. Branko Karlic begrüßt. (v.l.n.r.) Generalvikar Günther Geis, Ernst Leuninger und seine Schwester Johanna. Ganz rechts der Finanzdirektor des Erzbistums Sarajevo Ante Jelic, der die Gruppe begleitet und das Auto mit Allradantrieb über alle Pisten steuert.

In seiner Kirche berichtet Pfr. Branko Karlic über die Kriegsereignisse. (2. v.r ist Mathilde Rompel, langjährige Mitarbeiterin von Ernst Leuninger.)
Die katholische kroatische Gemeinde ist im Krieg von muslimischen Fundamentalisten auch aus dem bosniakischen Unterdorf für Tage verjagt worden. Dabei wuden auch 1200 Kühe und 3000 Schafe weggetrieben. Bei Kriegsende hat S-For mit Hubschraubern und Panzern die muslimischen Soldaten (Begovic-Leute) aus dem Gebiet verjagt.

Pfr. Karlic vor seinem ziemlich baufälligen Pfarrhaus. Er bezeichnet sich selbst als armen Bergpfarrer, zumal er keinerlei Kirchensteuer von seiner ebenfalls armen Gemeinde nimmt. Er und seine Schwester versorgen sich aus eigener Landwirtschaft. Dazu gehören Ziegen, Schafe, Hühner, eine Kuh und ein Schwein.

Zwei Familien mit je zwei Kindern begrüßen uns im Pfarrhaus. (Auf dem Foto einer der Väter mit seinem Sohn.) Sie sind aus Deutschland (Gladbeck und Erkenschwieck) in ihr Dorf zurück gekehrt und haben vom Bistum eine Starthilfe für den Aufbau einer kleinen Schafherde erhalten.

Das Mittagessen wird im Festzelt vor dem Pfarrhaus serviert. Eine der aus Deutschland zurück gekehrten Mütter hilft der Schwester des Pfarrers bei der Bedienung der Gäste. Das Zelt wurde zum Pfarrfest genutzt und steht auch dem Personal der deutschen Botschaft zur Verfügung, die gern zum Betriebsausflug nach Vukanovivi kommt.

Von dieser Stelle sind im Hintergrund (kroatisches) Oberdorf und (muslimisches ) Unterdorf zu erkennen. Deutsche S-For-Truppen haben nach dem Krieg zwischen Juli und Dezember 99 eine Telefonleitung in den abgelegenen Ort verlegt.

Stolz zeigt der Schäfer der Gruppe seine Herde, die mittlerweile durch die Limburger Unterstützung auf 90 Tiere angewachsen ist. Der Schäfer ist der Großvater der aus Deutschland zurück gekehrten Kinder.

Aufgrund des im Bistum Limburg gespendeten Geldes war es möglich, bereits mehr als 500 Schafe zu kaufen und Landwirten in der Bergregion zur Verfügung zu stellen.

Ernst Leuninger läßt sich mit einem Dorfbewohner fofografieren, der in der bergigen Landschaft als 2. Hirte für die wachsende Schafherde sorgt.

Pfr. Karlic im Gespräch mit Generalvikar Günther Geis, der großes Interesse an den Projekten zeigt, die das Bistum Limburg in Bosnien-Herzegowina fördert. Er ist bereits zum zweiten Mal im Land und sehr angetan von den Fortschriten beim Wiederaufbau.


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