Generic selectors
Nur exakte Ergenisse
Suchen in Titel
Suche in Inhalt
Post Type Selectors
HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV ASYL 1991 ::: ARCHIV PRESSE 1991 :::

28. Oktober 1991
Kriminalpolizeiliche Beratung

Protokoll


Beratung der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle im Polizeipräsidium
Durch Herrn Einert
Friedrich-Ebert-Anlage 11, 6000 Frankfurt 1

Projekt: Wohnhaus Lindenstr. 12, 6238 Hofheim

Bewohner des Hauses:

Parterre –
Wohnung: Familie

1. Stock:
Wohnung: Herbert Leuninger
Büro: Referat Katholiken anderer Muttersprache
Büro: PRO ASYL

Appartement: alleinstehende Dame

Der erste Schritt sollte sein, ein Schreiben an den Hessischen Innenminister, Dr. Herbert Günther, zu richten, den Sachverhalt zu schildern und die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu erbitten.

Vordringliche Sicherheitsmaßnahmen, die den Bewohnern des Hauses Lindenstr. 12 Schutz gewähren, sind:

    1. Anbringen von INFRAROT-Sensor-Lampen an allen 4 Hausseiten mit 500 Watt-Halogen-Birnen (Busch-Wächter) inklusive einer Ausleuchtung des Gartens mit Hilfe eines Masts.
    2. Gartentore im Eingangsbereich anbringen mit Gegensprechanlage, automatischem Türöffner und eingebauter Kamera.
    3. Folien für Fenster. Diese werden auf der Innenseite aufgezogen. Sie verhindern die Möglichkeit des Einschlagens und Durchwerfens. (Haverkamp-Folie, Sicherheitsstufe III)
      Alternativ: Durchwurfhemmendes Glas, Sicherheitsstufe A III
    4. Fensterrahmen-Sicherung (Burgwächter Multi-Stop 2000)
    5. Fernmelde-Stelle Eschborn beauftragen, den Endverteiler von der Hauaußenwand nach innen zu verlegen
    6. Vergitterung aller Kellerfenster (s. Skizze)
    7. Garagen mit Querriegeln versehen.
    8. Rollladen – Sicherung mit ABUS-Stiftsicherung sowie U-Profilleiste.
    9. Verankerung für Lichtschachtroste
    10. Sicherung der 3 Haustüren durch
      1. Anbringung eines Klön-Fensters
      2. Schwenkriegel-Schloss
      3. Zylindersicherung
      4. Innenliegendes Gitter

Anbringen einer Türkette ist aus technischen Gründen nicht möglich.

  1. Einbau einer Einbruchmelde-Anlage (Außenhautsicherung)
  2. Umgebung des gesamten Grundstücks mit Zaun von 1,80 bis 2 m Höhe mit Übersteigsicherung.
  3. Auslichtung des Buschwerks im hinteren Gartenbereich.
  4. Empfehlung der erneuten Kontaktaufnahme mit der örtlichen Revierleitung mit der Bitte um Personen- und Objektschutz bis die allernötigsten Maßnahmen getroffen sind.
  5. Namensschilder entfernen. Anbringen „BEWACHUNGSINSTITUT“, Hinweisschilder auf Alarmanlage anbringen.

Interner Vorschlag

Neue Wohnmöglichkeit für die Bewohner der beiden Parterre-Wohnungen zu finden. Wohnungen anderweitig vermieten.

Hofheim, den 28.10.91

f.d.R.
Rita Leder
(Mitarbeiterin)


Nach oben