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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV FOTOSERIEN 2001 :::

Auftakt der Interkulturellen Woche
in Mecklenburg-Vorpommern 2001
am 21. September im Schloss Schwerin, Festsaal

EINLADUNG

Interkulturelle Woche 2001

Die diesjährige Interkulturelle Woche findet vom 25. – 29. September 2001 statt. Sie steht bundesweit unter dem Motto: „Rassismus erkennen – Farbe bekennen“.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in all ihren Formen menschenverachtend und nicht zu vereinbaren mit einer modernen humanistischen Gesellschaft. Maßnahmen zur Integration müssen verstärkt und Regelungen gegen Diskriminierungen getroffen werden. Dies erfordert ein engagiertes Miteinander aller gesellschaftlichen Kräfte. Angesichts der gegenwärtigen innenpolitischen Diskussion um Zuwanderung und Integration ist es von besonderer Bedeutung, diese Diskussion auch auf Landesebene zu führen.

Ich möchte Sie deshalb zur Podiumsdiskussion „Integration – gewollt und verstanden“ einladen. Sie bildet den landesweiten Auftakt für zahlreiche interessante Veranstaltungen in den Städten und Gemeinden des Landes.

Seien Sie herzlich willkommen zur landesweiten Auftaktveranstaltung zur Interkulturellen Woche am Freitag, dem 21. September 2001 in der Landeshauptstadt Schwerin. Ich freue mich, Sie begrüßen zu dürfen.

Ihre
Heike Lorenz
Bürgerbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern


Die Bürgerbeauftragte
des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Integration

PRESSEINFORMATION

Schwerin, 21. September 2001

Am 21. September 2001 fand in Schwerin die Auftaktveranstaltung zur Interkulturellen Woche in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabschiedeten nachstehende Willensbekundung:

Eröffnungsveranstaltung zur interkulturellen Woche 2001 in Mecklenburg-Vorpommern
„Integration von Zuwanderern – gewollt und verstanden?“

Willensbekundung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Integration ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Die Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten in Mecklenburg-Vorpommern verlangt entscheidende Anstrengungen zur Verbesserung ihrer Integration in die Gesellschaft. Das betrifft sowohl Angebote für eine aktive Förderung von Schlüsselkompetenzen (deutsche Sprache, berufliche Qualifizierung, gesellschaftliche Basiskenntnisse), die für das Leben von Migrantinnen und Migranten in unserer Gesellschaft unumgänglich sind, als auch Veränderungen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft mit dem Ziel, ein Klima von Offenheit und Toleranz im Zusammenleben zu entwickeln.

Mit dem Beschluss des Landtages vom Juni 1999 zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration von Migrantinnen und Migranten hat unser Landesparlament sich selbst und der Landesregierung eine klare Aufgabe zur entscheidenden Verbesserung der Integration gestellt, Dies gilt es jetzt zu lösen.

Eingehend auf den vorliegenden Entwurf eines Bundesgesetzes zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern ist festzustellen, dass erstmals der Anspruch auf Integrationsförderung gesetzlich festgeschrieben werden soll. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die schrecklichen Ereignisse vom 11. September 2001 in den USA, die einen Angriff auf die menschliche Gesellschaft überhaupt darstellen, die notwendige Debatte von Abwehr und Bekämpfung von Terrorismus, darf uns nicht auf den Weg führen, Ausländerrecht als Ordnungsrecht auszuüben und gesellschaftlich positive Prozesse der gemeinsamen Zielsetzung, Integration fair und mit dem Anspruch eines vereinten Europas zu koppeln, aufzugeben. Nein, die neue und angespannte Situation dieser Tage verlangt, die Debatte um Integrationsförderung voranzubringen.

Wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer der landesweiten Podiumsdiskussion fordern vom Landesparlament und von der Landesregierung jetzt entscheidende Maßnahmen zur Verbesserung der Integration von Migrantinnen und Migranten in MecklenburgVorpommern. Grundlage dazu sind die in unserem Bundesland gesammelten Erfahrungen.


FOTOS

Fotos: Herbert Leuninger


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