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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV PRO ASYL PRESSEERKLÄRUNG 1989 :::
31.1.1989

AUFRUF über die Medien
An alle Führenden und in der Öffentlichkeit bekannten Persönlichkeiten
Aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur
Aus den Kirchen, Gewerkschaften, Humanitären Organisationen,
Medien, Verbänden und Sportbünden.
Aus dem Geistesleben und dem Erziehungsbereich.

PRO ASYL ruft Sie auf:

IHRE STIMME DEN STIMMLOSEN!
INTERVENIERN SIE BEI DER BUNDESREGIERUNG!


Bestärken Sie die Regierung darin,

  • dem nationalistischen Wahn keinerlei Tribut zu zollen:
  • das Ausländer- und Asylrecht nicht zu verschärfen,
  • politische Probleme nicht auf wehrlose Minderheiten abzuwälzen und
  • die Fremden und Flüchtlinge nicht zu Sündenböcken der Nation zu machen.

Die Mehrheit der Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten verdient den vollen Schutz dieser Republik. Es ist mittlerweile ungeheuer schwer geworden, als politisch Verfolgter anerkannt zu werden. Dennoch dürfen nach offizieller Auskunft der Bundesregierung 60% aller abgelehnte Asylbewerber aus humanitären, rechtlichen und politischen Gründen in der Bundesrepublik bleiben. Sie als „Wirtschaftsflüchtlinge“ zu denunzieren, ist eine Irreführung der Öffentlichkeit und verstärkt die Abwehr in der Bevölkerung.

Wenn mittlerweile fast die Hälfte der Asylbewerber aus Polen und Jugoslawien kommt, ist dies eine Folge der durch die KSZE-Schlussakte von Helsinki gewährten Freizügigkeit. Es handelt sich hier um eine politische Frage.

Die Bundesrepublik hat mit der Aufnahme der Aussiedler einen hohen Standard der Humanität erreicht. Er darf bei den Fremden und Flüchtlingen nicht auf*s Spiel gesetzt werden.

PRO ASYL bittet den Bundeskanzler seine Richtlinienkompetenz im og. Sinne wahrzunehmen.

Herbert Leuninger, Sprecher von PRO ASYL


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