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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV PRO ASYL PRESSEERKLÄRUNG 1993 :::
7.7.1993

Roma in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Forderung an Kirchen und Kultusminister:
für Bleiberecht der Roma einsetzen


In einem Schreiben hat sich PRO ASYL an die Bayerischen Kirchen und das Kultusministerium in München gewandt. Sie sollten ihre gemeinsame Forderung an die in die KZ-Gedenkstätte Dachau geflüchteten Roma, ihren Zufluchtsort zu verlassen, zurückziehen und sich beim Bayerischen Innenminister und beim Bundesinnenministerium für ein Bleiberecht für Roma aus Südosteuropa einsetzen.

Das Schreiben, das an Kardinal Friedrich Wetter, den Evangelischen Landeskirchenrat und an Kultusminister Hans Zehetmair gerichtet ist, verweist auf die derzeitige und noch absehbare Lage auf dem krisen- und kriegsgeschüttelten Balkan. Es sei nicht zu verantworten, Angehörige der in diesen Ländern besonders diskriminierten Minderheit durch Ausweisung einem existenzbedrohenden Schicksal zu überantworten, „Das barbarische Konzept der sogenannten ethnischen Säuberung bringt das Volk der Roma nach Hitler wieder vor den Abgrund. Dem müssen wir uns mit allen Kräften, vor allem auch durch eine Schutzgewährung widersetzen“, heißt es in dem von PRO ASYL-Sprecher Herbert Leuninger unterzeichneten Brief.

Der sicher als Hilfe gedachte Vorschlag der Kirchen, jeden Fall einzeln überprüfen zu lassen, könne nicht als eine Lösung angesehen werden. Es gehe vielmehr um eine politische und humanitäre Gruppenentscheidung.


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