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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV KIRCHE-MIGRATION 1976 :::
(Entwurf)
Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes
zur Jugendarbeitslosigkeit

Der Deutsche Caritasverband begrüßt die eindeutige Stellungnahme des DGB-Vorsitzenden Heinz Oskar Vetter, wonach das Problem der Jugendarbeitslosigkeit n i c h t durch den Abbau der Ausländerbeschäftigung zu lösen ist.

Gleichzeitig macht der Deutsche Caritasverband darauf aufmerksam, daß ausländische Jugendliche, die zu einem hohen Prozentsatz keinen Hauptschulabschluß besitzen, von der derzeitigen Arbeitslosigkeit mindestens ebenso hart betroffen sind wie vergleichbare Deutsche Jugendliche.

Um das Prinzip der arbeits- und sozialrechtlichen Gleichstellung ausländischer Arbeitnehmer umfassend zu verwirklichen, müssen alle Programme zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Jugendliche so angelegt sein, daß jugendliche Ausländer voll und ganz miteinbezogen werden können.

Der größte Teil von ihnen ist bereits in der Bundesrepublik geboren worden, bzw. aufgewachsen. Für sie ist Deutschland zur Heimat geworden, die gleichberechtigte Zukunftschancen zu bieten hat.

Daher sind alle Bestimmungen zu ändern, die ausländische Jugendliche daran hindern, eine Arbeit oder Ausbildung aufzunehmen, oder ein bestehendes Arbeitsverhältnis fortzusetzen.

Aber auch den Jugendlichen, die nach dem 1.12.1974 – etwa im Rahmen der Familienzusammenführung in die BRD eingereist sind – darf behördlicherseits die Möglichkeit einer Ausbildung nicht beschnitten werden.

Gut ausgebildete und integrierte Kinder ausländischer Eltern werden, bei dem rapiden Geburtenrückgang in der deutschen Bevölkerung, in absehbarer Zeit einen unverzichtbaren Teil der Erwerbspersonen darstellen, die das Sozialprodukt erwirtschaften und die Altersversorgung der jetzt im Erwerbsleben stehenden Erwachsenen garantieren.


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