Buchbesprechungen
kath. Theologie und Kirche
Die Armut der Welt als Frage an die Christliche Sozialethik
Frankfurt 1973, 93 Seiten
Einen grundsätzlich neuen Ansatz für die christliche Sozialethik sucht Philipp Schmitz; und er findet ihn überraschenderweise in der Armut, von der zwei Drittel der Menschheit hart und unbarmherzig betroffen sind. Zu diesen Benachteiligten, die nicht satt zu essen haben, zählt Schmitz noch diejenigen hinzu, die unter der Friedlosigkeit, der Zerstörung der Umwelt, dem Überfluß des Konsums u.ä. leiden. Armut in diesem umfassenden Sinne ist die grundlegende Realität unserer Zeit. „Niemand“, so schreibt Schmitz, „wird auch nur eine Lösung für ein soziales Problem vorschlagen können, die nicht auf die Masse der Entrechteten Rücksicht nimmt.“ „Die Armut der Welt bestimmt das Gesetz unseres Handelns.“
Diese klare Grundthese versucht Schmitz in seinem Buch „Die Armut der Welt als Frage an die christliche Sozialethik“ in ein wissenschaftliches Begriffsinstrumentarium einzufügen. Damit wird er leider für einen interessierten Laien fast ungenießbar.