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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV PRO ASYL PRESSEERKLÄRUNG 1993 :::
8.1.1993

Aids-Zwangstest für Asylbewerber
Rassistische Vorstellungen Spranger


Als „rassistisch“ bezeichnete Herbert Leuninger, Sprecher Arbeitsgemeinschaft PRO ASYL den Vorschlag von Entwicklungsminister Carl-Dieter Spranger Asylbewerber aus Ländern Afrikas oder Asiens „mit hohem Durchseuchungsgrad“ einem Aids-Zwangstest zu unterwerfen. Die Aids-Gefährdung für die Bevölkerung komme nicht von Flüchtlingen, sondern sei längst ein soziales Problem jeder Gesellschaft, sagte Leuninger. So dürfe auch der Schutz vor Aids nicht zur Abwehr von Flüchtlingen mißbraucht werden.

Würde Sprangers Vorstoß ernstgenommen, müßte der Zwangstest in einer absurden Konsequenz auf alle Wirtschaftsmanager, Politiker, Kulturschaffenden und Sportler ausgedehnt werden, die aus den verschiedenen Kontinenten in die Bundesrepublik einreisen. Daran sei wohl im Ernst nicht gedacht. „Somit handelt es sich bei dem Vorschlag Sprangers um eine CSU-typische Herabsetzung von Asylbewerbern“, erklärte Leuninger. „Die Durchseuchungsvokabel Sprangers liegt auf dem gleichen Niveau wie Stoibers Ausdruck von der durchrassten Gesellschaft“. Entwicklungspolitisch mache die Idee Sprangers keinerlei Sinn.


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