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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV SONSTIGES 2006 :::

Adventskalender (interaktiv)

2006

HINWEIS
Der Adventskalender beginnt am 3. Dezember und endet am 26. Dezember 2006. Beim Anklicken des entsprechenden Datums öffnet sich ein Fenster mit Informationen zur diesjährigen ADVENIAT-Aktion. (Animation nicht aktiviert)Vor dem Öffnen eines neuen Kalenderfensters sollte das bisherige geschlossen werden.
Der Kalender basiert auf einem frei verwendbaren Programm von Wilhelm Jansen (benannte Seite nicht mehr vorhanden). Er wurde mit den Materialien von ADVENIAT von Herbert Leuninger umgesetzt.

AKTION
Die ADVENIAT-Kampagne 2006
Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahresaktion des Lateinamerika-Hilfswerks steht das Thema Migration, das anhand von Mexiko ein Gesicht bekommt. Die bundesweite Aktion will die deutsche Öffentlichkeit aufmerksam machen auf die Menschen, deren Zuhause das Unterwegs ist, deren Familien um sie bangen, auf sie hoffen, für sie beten. Aus Mexiko, dem bevölkerungsreichsten Land der Erde, versuchten allein im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen den Schritt über die Grenze; nur rund 400.000 haben es „geschafft“.

KALENDER (Screenshot)

Adventskalender 2006 (im Original interaktiv)

Mexiko: Land der Gegensätze

Mexiko ist bekannt für seinen Tequila und seine unberührten Strände – 19,7 Millionen Touristen machen sich jedes Jahr auf, um die schönste Zeit des Jahres dort zu verbringen.

Mexiko: Land der Gegensätze

Doch Mexiko ist auch bekannt für seinen „Tortilla-Vorhang“, die Grenze zu den Vereinigten Staaten. An ihr scheiterten allein im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen, die sich auf der anderen Seite des Zauns ein kleines Stück vom Glück erhofften, aber den Rückweg antreten mussten, aufgaben, ermordet wurden.

Mexiko: Land der Gegensätze

Viele Mexikaner, die ihre Heimat gen Norden verlassen, oder Südamerikaner, die Mexiko in Richtung USA passieren, träumen den Traum von einem leichteren Leben; sie erhoffen sich Arbeit und Unabhängigkeit in den Vereinigten Staaten. Was viele von ihnen wissen, aber für eine bessere Zukunft in Kauf nehmen (müssen): Der Weg dorthin ist nicht nur steinig und gefährlich, er ist lang, für manche zu lang…

Wie die Menschen leben

Etwa 110 Millionen Menschen leben in Mexiko – damit ist das Land eines der bevölkerungsreichsten der Erde. 50 % der vergleichsweise jungen Bevölkerung leben an oder unter der Armutsgrenze; wie in vielen Ländern Lateinamerikas klafft auch in Mexiko die Schere zwischen Arm und Reich auseinander.

Wie die Menschen leben

Die Not der Menschen, die Unter- bzw. Mangelernährung, die Arbeitslosig- und Perspektivlosigkeit, die Armut, die Unfähigkeit des Staates, Demokratie walten zu lassen, führen dazu, dass die Menschen verzweifelt sind, keine Hoffnung mehr haben. Der letzte Ausweg, den sie oftmals sehen, ist ein Leben jenseits der Dörfer, in denen sie aufgewachsen sind, jenseits der Städte, in denen ihre Familien leben.

Wie die Menschen leben

So sehen sich viele Mexikaner gezwungen, den Weg in die großen Städte und in den Norden anzutreten. Doch was sie dort erwartet, ist nicht immer besser als das Leben, das sie hinter sich gelassen haben…

Die Indigenas hoffen weiter

Es ist vor allem die indigene Bevölkerung, die in Mexiko unter der Ausbeutung und der Missachtung ihrer Rechte leidet.
Der mexikanische Schriftsteller Octavio Paz beschrieb diese Situation seinerzeit sehr treffend: „Mexiko verherrlicht seine indianische Vergangenheit, aber verachtet seine lebenden Indios.“

Die Indigenas hoffen weiter

1994 kam es zum so genannten Chiapas-Konflikt: Vermummte Indianer des verarmten südmexikanischen Bundesstaates Chiapas erhoben sich, und das „Zapatistische Nationale Befreiungsheer“ (EZLN) rief zum bewaffneten Aufstand gegen die wegen Korruption und Misswirtschaft diskreditierte Regierung auf.
Bis heute haben die Indigenas nichts von den Bodenschätzen, auf denen sie leben.

Die Indigenas hoffen weiter

Umweltverschmutzung und Biopiraterie nehmen bedrohlich zu: Die indigene Bevölkerung verliert mehr und mehr die Rechte an „ihren“ Pflanzen und ihrem Wissen.
Was bleibt, ist die Hoffnung auf ein besseres Leben jenseits der vertrauten Umgebung. So sehen auch viele Indigenas die einzige Verbesserung ihrer Lebenssituation in der Aus- oder Abwanderung…

Der Traum vom besseren Leben

Lateinamerika ist die Region mit der höchsten Auswanderungsrate der Welt: 25 Millionen Lateinamerikaner leben inzwischen im Ausland.
Die Not in ihrer Heimat zwingt die Menschen zu diesem Schritt, so dass viele Tausende jedes Jahr vor der Tür des „großen Bruders“ USA stehen.

Der Traum vom besseren Leben

Die Strapazen des langen Wegs stehen ihnen ins Gesicht geschrieben: Viele werden unterwegs vergewaltigt, ausgeraubt, festgenommen. Wer nicht ankommt, wer auf dem Weg in das vermeintlich bessere Leben ermordet wird oder unter die Räder des „Todeszuges“ kommt, an den erinnert nur noch ein Foto.

Der Traum vom besseren Leben

Andere tragen selbst nur ein Foto als einziges Hab und Gut bei sich. Der 28-jährige Walter Ernesto Rivera aus El Salvador zum Beispiel: Zweimal schon wurde er auf seiner Fahrt mit dem „Todeszug“ ausgeraubt, einmal entführt, einmal sogar fast erschossen.
In solchen Momenten muss er neue Kraft schöpfen. Dann schaut er an, was ihm noch nicht genommen wurde: das Bild seiner Tochter, seiner Frau, seiner Mutter und das Bild der Muttergottes. „Sie helfen mir, das hier durchzustehen“, sagt er.

Der Traum vom besseren Leben

Die schweren Güterzüge fahren mehr als dreitausend Kilometer vom Süden Mexikos bis in die USA. Mit ihnen verbinden die Migranten die Chance auf Einlass ins „gelobte Land“.
Für ihre Familien dagegen sind sie die Hoffnungsträger. Wenn der Zug sie abschüttelt und sie schwer verletzt neben den Schienen aufgelesen werden wie Treibgut auf dem Meer, fühlen sie sich als Versager und scheuen sich, den Rückweg anzutreten, in die enttäuschten Gesichter der Daheimgebliebenen zu blicken….

Den Glauben Leben

Mexiko ist ein frommes Land: Aus dem unerschütterlichen Glauben der Menschen, der sich besonders in der Verehrung der Jungfrau von Guadalupe äußert, schöpfen die Mexikaner Kraft und Mut.

Den Glauben Leben

Die Mexikaner leben ihren Glauben, die Volksreligiosität ist ein Teil ihres Alltags und spielt in allen Gesellschaftsschichten, bei Jung und Alt, Arm und Reich, eine große Rolle.
„Die Jungfrau ist der Trost der Armen, der Schutzschild der Schwachen und der Unterdrückten“, sagte einst der mexikanische Autor Octavio Paz.

Überrollt vom „Todeszug“

Menschen, überrollt und verstümmelt vom „Todeszug“, pflegt Schwester Olga Sánchez in einem Pflegeheim in Tapachula, kurz hinter der mexikanisch-guatemaltekischen Grenze. In der Herberge „Jesús El Buen Pastor“ erhalten die Verstümmelten ein Bett über dem Kopf, werden medizinisch versorgt. ADVENIAT unterstützt ihre Arbeit.

Überrollt vom „Todeszug“

Seit 1991 hat Doña Olga mehr als 5.000 Verletzten eine Zuflucht gewährt. In Eigenregie baute sie ein Pflegeheim auf, gewann ehrenamtliche Helfer, sammelte Geld für Lebensmittel, Operationen und Medikamente.

Eine neue Kapelle für Nuevo Laredo

Für Don Perfecto Freire ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Seit einem Jahr gibt es die Kapelle „Divina Providencia“ (Göttliche Vorsehung), die er jeden Tag besucht. Er kann sie nicht sehen, aber er kann sie fühlen.
Der 57-Jährige, der an Diabetes erblindet ist, war einer der Ersten, die sich im Barrio „Unión“ (Einheit) in der nordmexikanischen Stadt Nuevo Laredo niederließen. Don Perfecto blieb, arbeitete als Bauarbeiter, errichtete die Fabriken der US-Amerikaner in den Freihandelszonen, in denen heute die meisten Einwohner Nuevo Laredos beschäftigt sind.
Wenn Don Perfecto heute von der neu errichteten Kapelle spricht, ist es, als würden seine blinden Augen aufleuchten.

Eine neue Kapelle für Nuevo Laredo

„Es war ungemein wichtig, dass wir – unterstützt durch die finanzielle Hilfe von ADVENIAT aus Deutschland – die Infrastruktur der katholischen Kirche in Nuevo Laredo verbessern konnten“, sagt Pfarrer Juan Sánchez.
35.000 Katholiken zählt die Gemeinde. Viele von ihnen kommen sonntags in die neue Kapelle.

ADVENIAT-Projekt

Laura Villasana ist Sozialarbeiterin (l.). Sie und ihr Team der mexikanischen Caritas betreuen die in der Großstadt gestrandeten Ureinwohner und die Einwanderer aus Mittelamerika. Sie leisten Rechts- und Gesundheitsberatung, organisieren Kindergartenplätze und Bildungsangebote. Ihr Ziel ist die Wiederbelebung der traditionellen indianischen Gemeinschaften, in denen gegenseitige Solidarität einen hohen Stellenwert hat.

ADVENIAT-Projekt

Es ist ein Glück für Carmen, dass es Laura gibt. Als Laura Carmen zum ersten Mal traf, wartete sie nur noch auf ihren Tod. Bald wird sie mit ihren Kindern eine eigene Wohnung beziehen – zum ersten Mal in ihrem Leben. ADVENIAT begleitet die Arbeit von Laura und ihrem Team. „Tausende von Kilometern entfernt gibt es Menschen, die an uns glauben, auf die wir uns immer verlassen können“, sagt Laura.

Zuversicht für die Sierra Tarahumara

Liebevoll sprechen die Menschen in Tarahumara im Norden Mexikos von „ihren“ Schwestern. Sie helfen mit, dass der Alltag der überwiegend indigenen Bevölkerung etwas weniger schwierig, die Versorgung etwas mehr gewährleistet wird. Bei ihrer Arbeit in den entlegenen Dörfern im Bergland der „Sierra Tarahumara“ sind die Schwestern auf Unterstützung angewiesen. ADVENIAT leistet einen Beitrag, damit die Schwestern auch künftig für die Menschen in Tarahumara da sein können.

Unterwegs auf dem Weg des Friedens

GESEGNETE WEIHNACHTEN!
Die ADVENIAT-Aktion 2006 zielt auf die ab, die in Regionen Lateinamerikas leben, wo die Menschen nach Gerechtigkeit ringen müssen, wo sie einen Ausweg aus ihrer Verzweiflung suchen. Mit anderen gemeinsam wollen sie ihre Schritte lenken auf einen besseren Weg, auf einen, der Frieden und Menschlichkeit verspricht, der ihr Leben lebenswert(er) macht.

Unterwegs auf dem Weg des Friedens

Spenden können Großes bewirken. ADVENIAT trägt Sorge dafür, dass Ihr Geld gut angelegt wird und möglichst gut verteilt wird.
Wer mehr tun will, kann eine Partnerschaft für ein bestimmtes Projekt über ADVENIAT übernehmen.
– Information: Mehr über die Menschen und Länder Lateinamerikas erfahren, ihre Nöte und Schwierigkeiten zu verstehen – auch das ist eine Form der Anteilnahme und Hilfe.


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