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PRO ASYL Press Presseerklärung

27. Januar 2003

Aachener Friedenspreis

Aufruf der FriedenspreisträgerInnen

Der drohende Irakkrieg, die „heimlichen“ Kriege dieser Welt – wie etwa der andauernde Tschetschenienkrieg – , die schwelenden Konflikte auf dem Balkan und die sich ständig zuspitzende Lage im Nahen Osten und in der Golfregion, der unerhörte Aufmarsch amerikanischer und britischer Truppen, die Anhäufung von Kriegsmaterial mit einem gigantischen Vernichtungspotential, hat uns bewogen unsere Preisträger, die wir in den vergangenen 15 Jahren seit unserer Gründung ausgezeichnet haben, zu einer kritischen Würdigung dieser dramatischen Situation einzuladen.

Wir sind in großer Sorge, dass die ständig wachsende Militarisierung der Außenpolitik in vielen Staaten, die Gefahren eines weltweiten Krieges mit unkalkulierbaren Risiken in sich birgt.

Ein Krieg gegen den Irak wäre ein eklatanter Bruch des Völkerrechts und ein Bruch der seit mehr als 50 Jahren anerkannten Ordnung kollektiver Sicherheit der in der UN versammelten Völkergemeinschaft.

Wir hatten noch zu Beginn dieses Jahrhunderts darauf gesetzt, dass eine neue Ära des Friedens beginnen könnte. Aber die Ereignisse des 11. September und die sich daraus entwickelnde militärische Antwort: „Krieg gegen den Terror“ scheint diese Hoffnungen zunichte zu machen.

Der Aufruf unserer Preisträgerinnen und Preisträger richtet sich an die Menschen und Völker dieser Erde mit dem dringenden Appell, diese Entwicklung aufzuhalten und eine Rückbesinnung auf die friedlichen Werte einzuleiten:

Gerechtigkeit und Frieden, Menschenrechte und eine für alle Staaten gültige Weltordnung.

Wir laden alle Menschen ein, sich diesem Aufruf anzuschließen und an der Entwicklung einer gerechten Weltordnung mit zu wirken, eine Teilhabe aller Menschen an den Gütern und Reichtümern der Erde zu erreichen.

Wir halten daran fest: Es ist noch nicht zu spät.

Gerhard Diefenbach

Vorsitzender des Aachener Friedenspreises

Heiko Kauffmann

PRO ASYL, Preisträger 2001

Benrhard Nolz

Preisträger 2002

Für eine Welt des Friedens und der Menschenrechte

Erklärung der TrägerInnen des Aachener Friedenspreises

(Liste der Preisträgerinnen und Preisträger)

Jutta Dahl 1988

Superintendent i.R. Werner Sanß 1988

Dr. Danuta Brzosko-Medryk / Polen 1989

Magdalena Hefetz / Israel 1991

“Frauen in Schwarz”
Pfarrer Dr. Herbert Kaefer 1991

Kerstin und Thomas Meinhardt 1992
Komzi / AK Rüstungsexport

Günther Lott 1993
Netzwerk Friedenssteuer

Willi Does 1994
Emmaus-Gemeinschaft in Köln

Ludwig Baumann 1995
VdKdN

Rudi Friedrich 1996
Connection e.V.

Uri Avnery / Israel 1997
Gush Shalom

J. L. Rott / GHS Eschweiler Dürwiß 1997
Schulen gegen Rassismus und Gewalt

M. Paul / GHS Aretzstraße Aachen 1997
Schulen gegen Rassismus und Gewalt

Lucius Walker 1998
Ifco – Pastors for Peace USA

Walter Herrmann und Konrad Höcker 1998
Kölner Klagemauer

Peace Brigades International / deutsche Sektion 1999
Projekt Kolumbien

Anna Kranz und Jürin Fritzlar 1999
Wanderkirchenasyl in NRW

Knut-Sören Steinkopf 2000
Aktion Noteingang

Kazuo Soda / Japan 2001
Hibakusha

Heiko Kauffmann 2001
PRO ASYL

Bernhard Nolz 2002


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