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HERBERT LEUNINGER ::: ARCHIV PRO ASYL PRESSEERKLÄRUNG 1991 :::
8.4.1991

EG-Gipfel in Luxemburg
500.000 KURDEN in die EG AUFNEHMEN


Bonn/Frankfurt

„Neben umfassender Hilfeleistung für die kurdischen Flüchtlinge im Irak, Iran und in der Türkei soll der EG-Gipfel in Luxemburg die möglichst schnelle Aufnahme von 500.000 kurdischen Familien mit Kindern und älteren Menschen beschließen.“ Dies forderte der asylpolitische Sprecher der sozialistischen Fraktion im Europäischen Parlament Detlef Samland und Herbert Leuninger von der Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge PRO ASYL in einer gemeinsamen Erklärung.

Hierzu müssten Luftbrücken zwischen den einzelnen EG-Ländern und der Krisenregion eingerichtet werden, die auf ihren Rückflügen die aufzunehmenden Flüchtlinge transportieren. In den Ländern der EG müssten auf konventionelle Weise möglichst schnell Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden und alle staatlichen und nichtstaatlichen Hilfsorganisationen eingesetzt werden.

„Die Verteilung der Flüchtlinge könnte“, so Samland und Leuninger, „nach einem Quotensystem erfolgen, das sich an der Einwohnerzahl und dem Bruttosozialprodukt orientiert“. Nur an der Wirtschaftskraft gemessen, entfielen auf die Bundesrepublik etwa ein Viertel, also ungefähr 130.000 aufzunehmende Flüchtlinge, auf Frankreich ca. 20%, also 100.000, auf Großbritannien und Italien je 15%, d.h. ca. 75.000.

Auf die übrigen Länder entfielen dann nicht mehr als 120.000.


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